German Church School Addis Abeba « Jedem eine Chance  «

Spenden für die deutsche Kirchenschule in Äthiopien

2018 06 18 BASF in der DBSAA 103 200pxBraunschweig - Die evangelische deutsche Kirchenschule in Addis Abeba kümmert sich besonders um blinde und sehbehinderte Kinder aus den Armenvierteln der äthiopischen Hauptstadt. Spenden werden dort dringend benötigt. Die Domgemeinde und die Braunschweiger Zeitung rufen dazu auf.

„Den Armen eine Chance“ ist das Motto einer bemerkenswerten Spendenaktion der Braunschweiger Domgemeinde, unserer Zeitung und der „neuen braunschweiger“. Es geht darum, ein nachhaltiges Projekt der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu unterstützen. Dort werden sehbehinderte und blinde Kinder aus armen Stadtvierteln unterrichtet, auch mit speziellen Unterrichtsmaterialien in Blindenschrift in der Landessprache Amharisch.

Der frühere Domprediger Joachim Hempel wird vom Sommer an für ein halbes Jahr im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland vertretungsweise die Gemeinde in Addis Abeba leiten. Für ihn schließt sich hier ein Kreis: Als Vikar hatte der spätere Pressesprecher der Landeskirche Braunschweig und Domprediger hier in der äthiopischen Hauptstadt einst seine Laufbahn begonnen. Und immer wieder hatte er sich maßgeblich für die Kirchenschule eingesetzt. Unterrichtet werden dort die Ärmsten der Armen, rund 800 Kinder aus den Armenvierteln. Aufgrund des Baubooms in der äthiopischen Hauptstadt mit zahlreichen ungesicherten Baustellen auch auf dem Schulweg sind viele besonders gefährdet. Zudem fehlen Schuhe, Kinder verletzen sich barfuß auf dem Schulweg, es kommt häufig zu Infektionen.

Beim Spendenprojekt geht es neben solchen Erfordernissen und den speziellen Unterrichtsmaterialien zudem etwa auch um Schulmilch für Kinder, deren Mütter HIV-positiv sind. Dazu um die Ermöglichung von Physiotherapie für Kinder, die im Rollstuhl sitzen. Die medizinische Grundversorgung soll durch eine Schul-Krankenschwester ausgebaut werden. Und schließlich geht es auch um die sozialpädagogische Betreuung alleinerziehender Mütter.

Alles in allem ein Programm, für das Geld dringend benötigt wird. Unsere Zeitung unterstützt die Aktion und wird über ihren Fortgang und Joachim Hempels Aktivitäten in Addis Abeba berichten.

Die Spendenaktion läuft noch bis zum 15. Juli unter dem Stichwort „Addis Abeba“ auf dem Konto der Kirchengemeinde St. Blasius, IBAN DE60 2505 0000 0152 0529 16.

Henning Noske aus der Wolfenbütteler Zeitung